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Liedtexte zum Thema "Stuka" - Propaganda

Lied der Sturzkampfflieger

Nach aktuellem Quellenstand ist dies der einzige Text, der Georg Eulenberger zugeschrieben werden kann. Der Text erschien zuerst 1941 zur Melodie von Gerhard Pallmann und wurde 1942 erneut publiziert – diesmal zu einer Melodie von Hanns Heeren.

Text: Fw. Georg Eulenberger.
Melodie: Gerh. Pallmann.

I:
In silberner Bläue und Wolken,
in Nebel und sternklarer Nacht,
dem feindlichen Heere zu folgen,
wir Stukas wir halten die Wacht.
Denn wir tragen den Tod und den Schrecken
in unsern Fäusten geballt,
der Feind muß die Waffen strecken
vor unserer Bomben Gewalt.

Wir stürzen In tollen Spiralen
wie Adler vom Himmel herab,
um Engeland heimzuzahlen
und sei es ins kühle Grab.

II:
Die Männer im Bunker tief drunten,
auf den Schiffen in schützender Bucht
erzittern, wenn wir sie gefunden
und denken an Tod und an Flucht.
Denn wir tragen usw.

III:
Die Hallen, die Brücken, die Schienen
zerbersten, zersplittern wie Glas,
wenn wir die Hebel bedienen
und der Führer am Steuer gibt Gas.
Denn wir tragen usw.

IV:
Uns schreckt nicht das Feuer der Tiefe,
wir stürzen uns tollkühn hinein,
und wenn man im Sterben uns riefe, —
wir würden auf Posten sein.
Denn wir tragen usw.

Stuka-Lied

Bekannt wurde das Stück als „Wir sind die schwarzen Husaren der Luft“ aus dem UFA-Propagandafilm „Stuka“ (1941). Während Herbert Windt – bereits seit 1931 NSDAP-Mitglied – die Musik für zahlreiche NS-Propagandafilme lieferte, stammte der Text von Geno Ohlischlaeger. Der promovierte Jurist, Journalist und Künstler blieb auch in der Nachkriegszeit als Schlagerkomponist und Hörspielautor erfolgreich. Ansichtskarte mit Lied zum Thema "Stuka": "Stuka Lied" - Robert Franke Verlag, Hamburg. (Bild bereinigt)

Text: Geno Ohlischlaeger
Melodie: Herbert Windt

I:
Viel schwarze Vögel ziehen
Hoch über Land und Meer,
Und wo sie erscheinen, da fliehen
Die Feinde vor ihnen her.
Sie lassen jäh sich fallen
Vom Himmel tiefbodenwärts.
Sie schlagen die ehernen Krallen
Dem Gegner mitten ins Herz.

Wir sind die schwarzen Husaren der Luft,
Die Stukas, die Stukas, die Stukas.
Immer bereit, wenn der Einsatz uns ruft,
Die Stukas, die Stukas, die Stukas.
Wir stürzen vom Himmel und schlagen zu.
Wir fürchten die Hölle nicht und geben nicht Ruh,
Bis endlich der Feind am Boden liegt,
Bis England, bis England, bis Engeland besiegt-
Die Stukas, die Stukas, die Stukas!

II:
Wenn tausend Blitze flammen,
Wenn rings sie Gefahr bedroht,
Sie halten stets eisern zusammen,
Kameraden auf Leben und Tod!
Wenn Beute sie erspähen,
Dann wehe ihr allemal,
Nichts kann ihren Augen entgehen,
Den Stukas, Adlern gleich aus Stahl!

III:
Tod säen sie und Verderben
Rings über des Feindes Land.
Die Spuren sind Trümmer und Scherben
Und lodernder Himmelsbrand.
Es geht schon in allen Landen
Ihr Name von Mund zu Mund.
Sie schlagen die Werke zuschanden,
Die Schiffe schicken sie auf Grund.

Stukas über Afrika

Der von Herms Niel komponierte Marsch war eines von vielen Marschliedern, die der Komponist ganz im Sinne der Nationalsozialisten komponierte und dessen Verbreitung auch forciert wurde. Über Peter Holm ist hingegen nur wenig bekannt. Ansichtskarte mit Lied zum Thema "Stuka": "Stukas über Afrika" - Robert Franke Verlag, Hamburg. (Bild bereinigt)

Text: Peter Holm
Melodie: Herms Niel

Siehst du die Schwingen am Horizont?
Hörst du's Motoren heulen?
Nichts hat die Stukas hindern gekonnt,
jetzt treffen stählerne Keulen.
England! England! Wo du auch bist, ob fern, ob nah,
wir sind schon da, wir sind schon da.
Stukas über Afrika, über Afrika!

Grell steht die Sonne am Firmament,
Stukamaschinen blitzen.
was in der Wüste noch keiner kennt;
unsere Bomben, die sitzen.

Fremd ist der Erdball unter dem Rumpf,
der jetzt von Bomben zersplittert.
Stukamotoren singen es dumpf:
Afrika-England erzittert.

Stuka vor

Das Lied "Stuka vor" von Walter Jäger (Musik) und mit Text von M. Müller-Lieh hieß ursprünglich "SA voran" und wurde im Jahr 1932 als Marschlied der nationalsozialistischen Sturmabteilung (SA) veröffentlicht. Die ursprüngliche Version verherrlichte die SA als paramilitärischen Arm der NSDAP, der die Straßenkämpfe und Auseinandersetzungen gegen politische Gegner führte. Später wurde das Lied mit dem Text von M. Müller-Lieh versehen.

Text: Walter Jäger
Musik: M. Müller-Lieh

I:
Wir stürzen vom Himmel der Erde zu,
An Wolkenbergen vorbei.
Wir lassen dem Feinde keine Ruh',
Wir sprengen das Herz ihm entzwei.
Wir schlagen die Gegner mit Mut und mit Kraft
Wir öffnen dem Sieger das Tor
Wir tragen das letzte Schicksal der Schlacht

Stuka, Stuka vor!
Stuka, Stuka vor!

II:
Wir warten so einsam auf unsren Tag
Wir sind zum Einsatz bereit
Und holen wir aus zum großen Schlag
Dann ist ja der Sieg nicht mehr weit.
Dann komm'n unsre Flieger mit Ehren zurück,
Und steigen zur Sonne empor
Die alte Parole bringt uns das Glück